Fahrt in die Heimkehle

Nach dem Hochwasser hat nun endlich die Heimkehle in Uftrungen wieder geöffnet. Der so oft verschobene Ausflug zu dieser Gipshöhle konnte endlich starten.

Wir haben eine sehr interessante Führung erleben dürfen, bei der wir viel über die, auch zum Teil traurige, Geschichte gelernt haben.

Im Jahr 1357 wurde sie erstmals erwähnt und 1920 wurde ein kleiner Teil erschlossen und mit elektrischem Licht versehen. In dieser Zeit konnte die Höhle aber nur mit Booten befahren werden.

Dann begann ein graues Kapitel, 1944 haben die Nazis alles betoniert und eine Produktionsstätte für Flugzeugteile aufgebaut. Nach Kriegsende wurde die Höhle von den Alliierten befreit und gesprengt, so dass ein großer Schaden an diesem Naturwerk entstand. Neueröffnung war dann 1953 und seitdem haben sich dort ca. 10 Arten, davon auch sehr seltene, Fledermausarten angesiedelt, was eine komplette Erschließung der Höhle, mit seinen verzweigten Gängen, für den Publikumsverkehr ausschließt.

Die Heimkehle zählt mittlerweile als Kandidat für das UNESCO-Welterbe und trägt das Prädikat „Nationaler Geotop“. Wir haben auch drei Fledermäuse „rumflattern“ gesehen, was uns die Köpfe einziehen ließ. Zum Ende gab es noch eine kleine Lichtershow und nach einer Stunde waren alle froh, das Tageslicht wieder zu sehen. Um das alles zu verarbeiten und darüber zu reden, haben wir es uns in der angrenzenden Gaststätte gemütlich gemacht. Es gab Kaffee, Kuchen und auch Eisbecher. Frisch gestärkt haben wir dann den schönen Nachmittag mit einer lustigen Heimfahrt beendet.

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